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Ballaststoffe


Ballaststoffe

Schwer oder unverdauliche Stoffe im Futter Ihres Hundes werden als Ballaststoffe bezeichnet. Sie enthalten zum einen wasserlösliche Bestandteile (sogenannte Quellstoffe) sowie wasserunlösliche (die Füllstoffe).

Achtung: Die auf den Hundefutterverpackungen angegebenen Werte zum Rohfasergehalt beziehen sich nur auf den wasserunlöslichen Bestandteil der Ballaststoffe (Cellulose).


Die wasserlöslichen Ballaststoffe ...

haben die Aufgabe, den Darmbakterien als Nahrung zu dienen und so für eine gesunde Darmflora zu sorgen. Zu ihnen gehören unter anderem das bekannte Pektin (aus den Äpfeln oder Möhren), das Inulin (Topinambur) und die Fructo-Oligo-Saccharide (FOS, Mehrfachzucker)

Die wasserunlöslichen Ballaststoffe ...

sollen das Volumen im Darm erhöhen und somit die so notwendigen Darmbewegungen anregen, um Ihrem Hund Verstopfungen zu ersparen. Zu viel des Guten allerdings führt zu Durchfall. Kleie oder Leinsamen im ganzen Korn sind bekannte unlösliche Ballaststoffe.

"Kleine-Hannah" fühlt sich in der neuen Familie wohl ... - Herzlichen Dank an Lilly Vanilly (facebook)

Weder Hund noch Mensch besitzen Enzyme, die die Verdauung oder den Abbau der Ballaststoffe unterstützen könnten, doch gerade deshalb sind diese so wichtig. Beide Sorten sollten in ausgeglichenem Verhältnis im Hundefutter vorhanden sein - sie sind einfach zu wichtig für eine gesunde Ernährung.

Wie hoch soll der Anteil an Rohfasern im Hundefutter sein?

In Hundefutter wird meist Cellulose verarbeitet, das sind also Pflanzenteile, Zellwände, die in geringer Prozentzahl im Futter vorhanden sein sollten, um die Verdauung anzuregen.

Der Rohfaseranteil des Futters sollte auf jedem Fall unter 2% bleiben - und möglichst nicht über 3% in der Trockenmasse sein. Warum? Weil ein Zuviel dieser Rohfasern die Verdauung Ihres Hundes behindern wird. Die Menge des Hundekots steigt dadurch ebenfalls an.


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Wussten Sie dass ...

  • von verantwortungsvollen Futterherstellern häufig Getreideschrot und Weizenkleie zur Steigerung des Rohfaseranteils beigemischt werden - die anderen mischen häufig sehr minderwertige Cellulose (evtl. auch mal Sägespäne dazwischen).
  • Sie Getreideflocken besser kurz aufkochen sollten. Diese sind dann besser verdaulich und gute schnelle Energiespender.
  • gekochter, ungeschälter Reis nicht nur ein guter (schneller) Lieferant von Energie ist, sondern zusätzlich wichtige Vitamine enthält.
  • Sie Gemüse auch roh verfüttern können, z.B. Salat, Spinat, Zucchini, Petersilie
  • Sie Kartoffeln am besten gekocht und noch in der Schale verfüttern - sie sind lang anhaltende Energielieferanten
  • Sie Ihrem Vierbeiner ruhig hin und wieder mal Obst, z.B. einen Apfel oder eine Banane, geben sollten. Nicht zuviel, denn sie enthalten natürlich viel Zucker.
  • Sie - falls Ihr Hund ständig zu viel Rohfasern, also Ballaststoffe erhält - ihm derbe Verdauungs- und Gewichtsprobleme bereiten? Der Hund nimmt dann übermäßig ab.
  • ein Zuviel an Kohlenhydraten direkt zur Verfettung Ihres Hundes führt - mit samt aller "Wohlstandskrankheiten", die auch Menschen ereilen ...

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