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Diätfutter


Was bedeutet eigentlich Diät?

Viele Menschen bringen das Wort "Diät" nur mit Abnehmen und Abmagerungskuren in Verbindung. Doch es bedeutet viel mehr eine spezielle Form der Ernährung. Das tägliche Futter wird exakt auf die Bedürfnisse des kranken Hundes abgestimmt und sollte gezielt vom Tierarzt verschrieben werden.

Mit einer speziellen Diät können Krankheiten Ihres Hundes nicht nur positiv beeinflusst und die Heilung beschleunigt, sondern eventuell sogar bei chronischen Erkrankungen eine Wiederkehr der Symptome verhindert werden.

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Die wichtigsten Diäten kommen bei folgenden Krankheiten zum Einsatz:

  • Übergewicht (Fettsucht)
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Leber- und Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Nierenerkrankungen
  • Harnsteine
  • Herzerkrankungen u.a.

Ohne spezielle Diäten könnte Ihr Hund dauerhafte Schädigungen erleiden, die möglicherweise sogar zum schnellen Tod führen.


Die Ernährung bei Fettsucht

Statistisch gesehen sind mehr als 30% aller Hunde übergewichtig. Gute Abmagerungsdiäten sind nicht nur energie- und fettarm, sondern so ausgewogen, dass die hohen Rohfaser-Anteile beim Abnehmen unterstützen. Spezielles Futter gegen Übergewicht sättigt extrem. Trotzdem müssen Sie darauf achten, dass Ihr Hund alle notwendigen Vitamine, Mineralstoffe und Proteine erhält, daher sind spezielle "Abnehm-Futtermittel" gut geeignet. Auch und gerade während der Abmagerungskur sollten Sie auf glänzendes Fell, glatte Haut und klare Augen achten.

Ihr Tierarzt wird Ihnen ebenfalls weiter helfen, damit Sie Ihren Hund gut ernähren.


Schonkost bei akuten Magen-Darm-Problemen

Hin und wieder kann es mal vorkommen, dass Ihr Hund eine leicht verdauliche und gut bekömmliche Schonkost bekommen muss. Auch nach Operationen sollte kaum belastende Nahrung gegeben werden.

Sie sollten dann möglichst mit Ihrem Tierarzt zusammen arbeiten, der Ihren Hund genau kennt und Ihnen raten kann, welches Futter Sie geben können.

Leichte Zusammenstellungen wären:

  • Hüttenkäse, Milchreis und Möhren
  • Hüttenkäse, gestampfte Kartoffeln und Putenbrust
  • Hüttenkäse, Reis und Hähnchen
  • Hüttenkäse oder Magerquark, Babynahrung, Reis, Hühnchen oder Pute
  • Reis, Möhren und Hühnchen

Wie schon gesagt, sind diese Zusammenstellungen nur für akute Probleme angesagt. Sollten die Beschwerden anhalten, müssen Sie auf jedem Fall Ihren Tierarzt zu Rate ziehen!

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Die Ernährung bei Futtermittelallergie

Allergien sind selbst bei Hunden auf dem Vormarsch. Diese Überempfindlichkeiten gegen bestimmten Stoffen (meist gegen Eiweiße) zeigen sich häufig im Magen-Darm-Bereich mit Erbrechen oder Durchfall sowie an der Haut. Manchmal bekommt der Hund innerhalb kürzester Zeit sehr starken Juckreiz, Rötungen, Schwellungen der Haut, Entzündungen im Halsbereich und vieles mehr ...

Die häufigsten Auslöser sind Milch, Rind- oder Schweinefleisch und Weizen. Wichtig ist, dass ausprobiert wird, gegen welches Eiweiß Ihr Hund allergisch sein könnte. Durch das sogenannte Ausschlussverfahren werden Sie im Idealfall bald wissen, welches Eiweiß der Übeltäter ist. Dementsprechend muss die Nahrung komplett umgestellt und dieses Eiweiß lebenslang gemieden werden. Ihr Tierarzt hilft Ihnen dabei.

Wichtig:

Müssen Sie bei Ihrem Hund aufgrund einer Futtermittel-Allergie auf bestimmte Fleischsorten achten, dann können Sie trotz sorgfältigster Prüfung manchmal von den Herstellern getäuscht werden. "Wo Rind draufsteht muss noch lange nicht Rind drin sein" ... - es werden häufig noch weitere Fleischsorten dazu gemischt, entweder um den Proteingehalt zu erhöhen - oder aus Kostengründen.


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Lebererkrankungen beim Hund

Die Leber ist das größte Stoffwechsel-Organ und verfügt über mehr als 1500 Funktionen. Sie speichert nicht nur viele Vitamine, Mineralstoffe und Nährstoffe, sondern entgiftet das Blut, ist für die Blutgerinnung verantwortlich und reguliert ebenfalls den Hormonhaushalt.

Die meisten Lebererkrankungen werden durch Bakterien, Viren, Parasiten, Medikamenten, Chemikalien und in seltenen Fällen durch Pilze verursacht.

Lebererkrankungen beeinträchtigen dementsprechend den gesamten Ablauf im Körper. Sie verursachen nicht nur Unwohlsein und Erbrechen, sondern auch starke Krampfanfälle, deshalb muss unbedingt die Fütterung des Hundes seinem Zustand angepasst werden.


  • Reduzierter Eiweißgehalt / hochverdauliche Eiweiße

Ein zu hoher Proteingehalt wird bei Lebererkrankungen zu einem Problem, weil das Organ das bei der Eiweißverwertung entstehende Ammoniak nicht entgiften kann, es sich im Blut anhäuft und zu sogenannten zentralnervösen Störungen, wie Krämpfen und Bewusstseinstrübungen , führt.

  • Angepasste Vitamin- und Mineralstoffgehalte

Da bei manchen Lebererkrankungen ein Überschuss von Kupfer entsteht, müssen Diät-Futtermittel für diesen Zweck einen niedrigen Kupfergehalt aufweisen. Zink sollte in höheren Dosen vorhanden sein. Weitere Anpassungen des Futters müssen helfen, die Folgen der Krankheit (Bauchwassersucht, Bluthochdruck und neurologische Störungen) zu vermeiden. Vitamin K ist wichtig, weil es im Normalfall in der Leber gebildet wird und für die Blutgerinnung notwendig ist.


Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen beim Hund

  • Die akute Form

Sie entsteht meist durch Keime, die aus dem Darm in die Bauchspeicheldrüse wandern, oder über die Blutbahn sich dort einnisten und eine akute Entzündung auslösen. Die Behandlung muss auf jedem Fall durch Ihren Tierarzt oder sogar in einer Tierklinik weiter geführt werden, um Organschädigungen zu vermeiden. Keine Futtergabe von Ihnen bis zu gegenteiligen Aussagen Ihres Tierarztes.

  • Die chronische Form

Sie ist meist die Folge der akuten Bauchspeicheldrüsen-Erkrankung. Das Gewebe des Organs ist zerstört, daher produziert es zu wenig Verdauungsfermente. Nährstoffe können nicht aufgespalten werden, eine Unterernährung des Tieres die Folge. Zugaben dieser Fermente leisten erfolgreiche Arbeit, eine strenge Diät muss meist für den Rest des Hundelebens gegeben werden.

Futtergaben bei Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen

Bei der akuten Form der Pankreatitis muss auf jedem Fall ein strikter Futterentzug, manchmal auch Wasserentzug über 5 bis 7 Tage erfolgen - das geht nur unter Aufsicht von Tierärzten, immer mit Kontrolle des Blutes.

Ihr Tierarzt wird auch bei der chronischen Pankreatitis ein spezielles Futter empfehlen, häufig können Sie es direkt von ihm erhalten - und leider muss es meist lebenslang genommen werden.

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Diätfutter bei Diabetes

siehe (hier ...)


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Nierenkrankheiten des Hundes

Nieren-Insuffizienz tritt häufig unter dem Einfluss von Infektionserregern auf, die das gesunde Nierengewebe zerstören. Doch nicht nur dann! - Es können viel schwerwiegendere Krankheiten sein, deren Folge die Niereninsuffizienz ist. Herzinsuffizienz und als deren Folge die mangelnde Durchblutung der Nieren z.B., aber auch ein Darmverschluss oder eine Blutvergiftung, oder ein Harnwegsverschluss aufgrund eines Blasensteins, eine Blasenlähmung.

Wenn Ihr Hund also Symptome einer Nierenerkrankung zeigt, sollten Sie schleunigst zum Tierarzt, um das abzuklären:

  • erhöhter Durst, vermehrte Flüssigkeitsaufnahme
  • häufiges Urinieren
  • Appetitmangel mit evtl. Erbrechen
  • Durchfall
  • Gewichtsverlust
  • Mundgeruch
  • schlechter Zustand der Haut und des Fells
  • Allgemeine Müdigkeit

Die Ernährung bei Nierenerkrankungen

Obwohl es verschiedene Diät-Fertigfuttermittel gibt, sollten Sie es sich vom Tierarzt verschreiben lassen. Er allein sollte die Futterdosis bestimmen und zusätzliche Medikamente verabreichen. Ohne Kontrolluntersuchungen von Blut und Urin wäre das viel zu gefährlich für das Tier.

Es gibt im Handel rezeptfreie Futtermittel, die laut Hersteller für Nierenerkrankungen geeignet sind, doch sind sie in keinster Weise mit dem richtigen Diätfutter zu vergleichen.


Herz-/Kreislauferkrankungen

Herzerkrankungen führen bei Nichtbeachtung zu mehrfachem Organ- oder Herzversagen - der Hund stirbt. Daher sollten wir als verantwortliche Hundehalter gerade ältere Hunde jedes Jahr kontrollieren lassen. Die meisten Herzerkrankungen kann ein Tierarzt durch Medikamentengabe und einer vernünftigen Herz-Diät so weit in die Schranken weisen, dass Ihr Vierbeiner noch einige Jahre gut leben kann.

Die Symptome einer Herzerkrankung:

  • Schnelle Ermüdung, geringe körperliche Belastbarkeit
  • Teilnahmslosigkeit, verminderter Appetit
  • Atemstörungen (Schnaufen, schnelles Atmen, häufiges Husten)
  • Gewichtsverlust
  • Schwellung des Bauchraumes
  • Ohnmacht und Zusammenbruch

Die Ernährung bei Herz-/Kreislauferkrankungen

Spezielle Kochsalzarme (natriumarme) Kost ist das Wichtigste in dieser Zeit. Herz-Diätmittel sollten unbedingt vom Tierarzt verschrieben werden, wenn notwendig. Sie sollten auf keinem Fall selber etwas ausprobieren.

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