Der Hundefutter-Berater - Ein Hundeleben - Der Hundefutterberater

Ein Hundeleben

Die Lebenserwartung von Hunden

Die individuelle Lebenserwartung Ihres Hundes hängt natürlich von vielen Faktoren ab: von angeborenen Faktoren (Rasse, Größe, Genetik), wie auch äußeren Einflüssen (Ernährungsgewohnheiten, Bewegung, soziales Umfeld). 

Man redet von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 10 bis 16 Jahren. Doch es gibt wahrlich Unterschiede - hier ein paar davon:

  • Kleine Hunderassen werden älter als Hunde großer Rassen
  • Mischlinge werden häufig älter als Rassehunde
  • kastrierte Hunde werden im Schnitt ein Jahr älter als unkastrierte
  • Hunde auf dem Land werden ebenfalls älter als Stadthunde
  • Schlanke Hunde werden älter als Hunde mit Übergewicht

Die Welpenzeit

Ein Wurf Hundewelpen besteht je nach Rasse und Größe aus 2 bis mehr als 10 Welpen. Sie sind "Nesthocker" und werden absolut hilflos geboren. Welpen sind auf ihre Mutter angewiesen, da diese sie nicht nur ernährt, sondern auch den kleinen Bauch mit ihrer Zunge massiert, bis der Kot abgesetzt und dann von ihr abgeleckt wird. Außerdem gibt die Hundemama Wärme und Schutz.

Zwischen dem 10. und 13. Lebenstag öffnen sich die Augen und Gehörgänge der Kleinen, sie können zum ersten Mal ihre Mama und ihre Geschwisterchen sehen. Etwa ab dem 18. Lebenstag können sie schon kleine Schritte laufen. Die Muskulatur der Beine ist noch nicht aufgebaut - Training muss her ... - und nach der dritten Woche können sie schon ganz gut herum tapsen.

Zwischen der 4. und 7. Lebenswoche brechen die ersten Milchzähnchen durch das Zahnfleisch - die Prägephase beginnt. Das ist eine der wichtigsten Zeiten für die Kleinen, um ihr späteres Verhalten zu steuern. Sie sollten jetzt nicht nur den ganzen Tag spielen, sondern viele Dinge kennen lernen: Andere Lebewesen, Geräusche, Gegenstände - jetzt können Sie dem Kleinen die Ängste vor allen Situationen nehmen. In dieser Prägephase sollten die Welpen nicht von ihrer Mutter getrennt werden, da sonst Verhaltensstörungen ausgelöst werden.


Die Sozialisierung

Von der 8. bis zur 12. Lebenswoche gilt die sogenannte Sozialisierungsphase, in der die Welpen vor allem das soziale Verhalten innerhalb des Rudels und natürlich der Familie erlernen. Der Kontakt zu anderen Hunden ist daher besonders wichtig. Die Kleinen trinken jetzt keine Muttermilch mehr, die Zähnchen sind voll entwickelt und tun der Hundemama beim Saugen weh. Ab der 10. Woche können Sie den Welpen in eine neue Familie abgeben.


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Die Pubertät

Die sogenannte "Flegelphase" beim Hund dauert zum Glück nicht besonders lange, er ist aufsässig gegenüber den eigenen Menschen wie auch gegen andere Hunde. Ihr Hund hat anscheinend alles, was er vorher schon gelernt und tiptop beherrscht hatte, verlernt. Seiner Meinung nach ist "er" der Chef, der alles zu bestimmen hat - und Sie dürfen ihm das Futter reichen ... - Seien Sie einfach weiterhin konsequent, aber liebevoll. Trainieren Sie jeden Tag mehrfach alle Übungen. Meist ist die Pubertät bis zum 11. Monat erledigt.


Erwachsener Hund

Der offizielle Zeitpunkt des Erwachsenwerdens und der Geschlechtsreife Ihres Hundes liegt - je nach Rasse, Größe und natürlich Einzeltier - zwischen dem 7. und 12. Monat. Die Hündin wird das erste Mal läufig und der Rüde hebt das erste Mal sein Beinchen beim Pipimachen - die richtige Körperhöhe ist fast erreicht. Der Jagdtrieb erwacht und sollte möglichst von Ihnen in Grenzen gehalten werden, es sei denn, Sie möchten einen Jagdhund trainieren.

Kleine Hunde werden viel früher erwachsen als große. Auch die Reife erreichen zum Beispiel kleine Pinscher in viel kürzerer Zeit als große American-Bulldogs, die erst nach fast zwei Jahren als Erwachsene angesehen werden können.


Der ältere Hund

Je nach Rasse ist das zu erwartende Alter eines Hundes sehr unterschiedlich. Kleine Hunde werden meist viel älter als große, Mischlinge viel älter als reinrassige ... - manche große Rassen werden sogar selten über acht Jahre alt. Den älteren Hund erkennen Sie daran, dass er sich weniger bewegt, viel länger und häufiger schläft. Die ersten grauen Haare sind rund um die Schnute herum zu finden. Nach einigen Jahren verändern sich ältere Hunde (wie ältere Menschen auch) in ihrem Verhalten und werden sogar hin und wieder leicht verwunderlich.

Unser Bogart hier auf dem Bild ist zur Zeit der Aufnahme schon stolze 16 Jahre alt gewesen. Leider ist kurz danach gestorben.


Der alte Hund

Die Körperfunktionen lassen im Alter stark nach, der Hund zieht sich immer mehr zurück. Durch leichtere Kost sollten Sie Ihren Hund unterstützen. Hin und wieder etwas Hüttenkäse oder Magerquark sowie angepasstes Seniorenfutter ist angebracht, um den Stoffwechsel zu entlasten. Es gibt diverse Kräuter, Bachblüten und andere Homöopathische Mittel, die Ihren Hund beim Altern helfen - doch Ihr Tierarzt wird Ihnen bestimmt helfen, eine genau für Ihren Hund zugeschnittene Therapie zu finden.

Es können weitere Krankheiten auftreten, wie Herz- und Nierenbeschwerden, Diabetes und anderes. Sie sollten wissen, dass ein älterer Hund immer mehr Symptome zeigen, die auf den nahenden Tod hinweisen. Eventuell fällt er mal (aus heiterem Himmel) um - und rappelt sich fünf Minuten später wieder hoch, eventuell knicken seine Beine beim Laufen immer wieder ein, vielleicht nässt er Ihren Teppich wiederholt ein.


Danke an sxc.hu - Bild 540917_92143777

Der Tod

Der Tod ist für ein Tier ein ganz normaler Vorgang - kein Problem, wie für uns. Ihr alter Hund hat sich schon längst darauf vorbereitet. Wenn der Tod Ihren Liebling in Ihrer Wohnung ereilt, dann versuchen Sie ihm einfach, diesen Übergang so einfach wie möglich zu machen.

Reden Sie ihm gut zu - und berühren Sie ihn sanft
Falls Ihr Hund Krämpfe haben sollte, dann geben Sie ihm Notfalltropfen, die entspannen ihn. Bachblüten gehen auch (immer vorher mit dem Tierarzt besprechen).


Behalten Sie Ihren vierbeinigen Liebling in guter Erinnerung. Wahrscheinlich hat er lange Jahre in Ihrer Obhut verbracht, hat Ihnen wundervolle Tage und Erlebnisse gegeben. Denken Sie daran - und behalten Sie ihn stets als guten alten Freund in Ihrem Herzen.