Der Hundefutter-Berater - Lexikon der gefährlichen Produkte für Hunde - Der Hundefutterberater

Gefährliche Produkte


Alkohol in Speisen oder Getränken

Alkohol in jeglicher Form führen zu Vergiftungserscheinungen. Nach dem Verzehr größerer Mengen fällt der Hund in ein Koma - und kann schließlich sogar sterben.

Aspirin und andere Schmerzmittel

Der Wirkstoff dieser Tabletten kann von Hunden nur schlecht abgebaut und ausgeschieden werden, so dass es bei einer zu hohen Dosis oder zu häufigen Einnahme zu Vergiftungen kommen kann. Von Nieren- und Leberschäden bis zu Wasseransammlungen in der Lunge und im Gehirn kann alles passieren. Die gefährliche Tagesdosis liegt bei 150 mg pro kg Körpergewicht des Hundes.

Auch Paracetamol, Voltaren und Ibupropfen können bei Ihrem Hund starke Vergiftungserscheinungen auslösen.


Auberginen, Tomaten und andere Nachtschattengewächse

Das Grüne der Pflanzen enthält das sogenannte Atropin, das ist ein giftiges Alkaloid und führt unter Umständen zu Nervenschädigungen (Zittern) und Herzrhythmusstörungen.

Avocado

In verschiedenen Avocadosorten ist das gefährliche Gift "Persin" enthalten, das zu schweren Schädigungen am Herzmuskel führt und damit Atemnot, Husten, Bauchwassersucht und Ödeme nach sich zieht. Die Vergiftung endet in der Regel tödlich, da es bisher keinerlei Therapie gibt.

Benzoesäure

Benzoehaltige Nahrungsergänzungs- und Diätlebensmittel sowie Essensreste dürfen auf keinem Fall an Katzen und bitte nicht an Hunde verfüttert werden. Obwohl dieser Stoff ein Naturstoff ist, kann die Kleinstmenge von nur 5 Promille im Lebensmittel für Katzen tödlich sein, für Hunde sehr schädlich. Im Hunde- und Katzenfutter ist die Benzoesäure (E210 bis E213) daher gesetzlich verboten.

Danke an 1und1.de

Benzoesäure ist als Naturstoff enthalten in Heidelbeeren, Johannisbeeren, Preiselbeeren und Pflaumen.
Als E210 bis E213 kann dieser Stoff in folgenden Menschen-Lebensmitteln enthalten sein und sollte daher nicht an Hunde und auf keinem Fall an Katzen weiter gegeben werden: Fertigsalate, in Essig, Öl oder Lake eingelegtes Gemüse, Senf, Marinaden, Kuchenfüllungen, Backmargarine, zuckerarme Konfitüren, Marmeladen, Gelees, Fruchtsaftkonzentrate, Tee-Flüssigkonzentrate, nicht erhitzte Milchprodukte, Fischerzeugnisse, Würzmittel und Diätlebensmittel.

Bohnen

Rohe Bohnen sind für Hunde giftig, weil sie den Giftstoff Phasin enthalten, der allerdings durch das Kochen der Bohnen deaktiviert wird. Daher dürfen Sie Bohnen immer nur gekocht verfüttern. Bitte geben Sie sie nur in kleinen Mengen - auch Hunde bekommen schmerzhafte Blähungen davon.

Brokkoli

Hin und wieder mal etwas Brokkoli - da hat wohl keiner was dagegen, doch ein im Brokkoli enthaltener chemischer Stoff ist in größerer Menge für Hunde giftig: Isothiocyanat. Ein Zuviel davon reizt den Magen-Darm-Trakt.


Danke an 1und1.de

Eicheln

Alle Teile der Eiche - vor allem aber unreife Eicheln - sind wegen der großen Mengen enthaltener Gerbstoffe giftig und führen zu Magen-Darm-Problemen, wie Magenschleimhautreizung, Erbrechen und Durchfälle.

Die Rinde wird allerdings häufig als Heilpflanze genommen. Im Frühjahr gesammelt wird sie getrocknet und gemahlen, ein Sud davon gekocht, den man entweder als Tee (max. zwei Tassen täglich) bei schweren chronischen Entzündungen des Magen-Darm-Traktes oder äußerlich zum Einreiben von nässenden Ekzemen oder Entzündungen anwenden kann.

Fetthaltige Essensreste / Frittiertes

Sehr fetthaltige Essensreste von Menschennahrung (Geflügelhaut, Schweinefett, Speck usw.) können bei Ihrem Hund eine schwere Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen. Das ist zum einen sehr schmerzhaft, zum anderen auch langwierig, manchmal führt dies auch zum frühen Tod, weil die angrenzenden Organe durch eine Überproduktion der Verdauungsenzyme geschädigt (sozusagen "verdaut") werden.


Gewürznelken

Sie sind getrocknete Blütenknospen, die stark riechen und ziemlich scharf schmecken. Der Bestandteil Oleanolsäure mit 2% Eugenol besitzt eine betäubende Wirkung, daher war das Kauen von Gewürznelken ein bewährtes Hausmittel gegen Zahnschmerzen. Ist allerdings selbst in niedrigen Dosen nicht für die Ernährung Ihres Hundes zu empfehlen. Essensreste von Ihren Mahlzeiten, die Sie Ihrem Hund geben wollen, sollten Sie daher auf Gewürznelken kontrollieren.

Giftige Beeren von A bis Z

Einbeere, Faulbaum, Goldregen, schwarzer Holunder, Kermesbeere, Kirschlorbeer, Echter Kreuzdorn, Gemeiner Liguster, Schwarzer Nachtschatten, Schneeball, wolliger Schneeball, Immergrüner Schneeball, Tollkirsche, Weisswurz


Giftpflanzen (Zimmerpflanzen)

Alpenveilchen, Birkenfeige, Brunfelsie, Becherprimel, Belladonnailie Christdorn, Diffenbachie, Fensterblatt, Flamingoblume, Gummibaum, Klivie, Kroton, Philodendron, Primel, Weihnachtsstern, Wolfsmilchgewächse, Yuccapalme, Zimmerkalla

Giftpflanzen (Garten, Wintergarten etc.)

Aronstab, Azaleen, Buchsbaum, Eberesche, Efeu, Eibe, Fingerhut, Ginster, Goldregen, Herbstzeitlose, Hortensie, Lebensbaum, Narzisse, Mistel, Oleander, Pfaffenhütchen, Rhododendron, Tollkirsche, Zypressenwolfsmilch

Danke an 1und1.de

Holunderbeeren

Die rohen Beeren können schlimmen Brechreiz und Durchfall auslösen, denn sie enthalten das giftige (zum Erbrechen reizende) Glykosid Sambunigrin. Sobald man sie allerdings kocht und mehrfach durchsiebt, da verlieren Sie diesen Giftstoff und können zumindest in kleinen Mengen vertragen werden. Die Beeren wirken harntreibend und blutreinigend. Wenn Sie sie trocknen und fein hacken, dann sind sie wegen der enthaltenen Gerbstoffe ein gutes Mittel gegen Durchfall.

Karambole (Sternfrucht)

Eigentlich ist die Sternfrucht sehr vitaminhaltig (Vitamin A und C) und enthält viel Kalzium und Eisen. Doch kann der Hund bei zu viel davon Herzstörungen bekommen. Wenn der Hund schon unter Niereninsuffizienz leidet, kommt es sehr häufig zu Erbrechen und Bewusstseinstörungen.


Danke an 1und1.de

Knoblauch

Eigentlich hat Knoblauch gute Eigenschaften. Zum Beispiel hilft es bei Entzündungen und Pilzinfektionen, verbessert die Fließfähigkeit des Blutes. Dennoch warnt das Deutsche Tierhilfswerk vor der Verfütterung von Knoblauch und anderen Gewächsen der Pflanzengattung "Allium". Sie enthalten bestimmte Schwefelverbindungen, die die roten Blutkörperchen zum Platzen bringen. Der Hund kann Blutarmut bekommen, wenn Sie ihm auf Dauer zu viel Knoblauch geben. Fragen Sie bei Zweifeln den Tierarzt.

Macadamia-Nüsse

Es ist noch nicht genau bekannt, warum - aber sie sind für Hunde giftig. Ich bleibe am Ball und werde hier gegebenenfalls berichten.

Obstkerne

Die in den zerbissenen Kernen der Kirsche, Aprikose und Pflaume enthaltene Blausäure führt bei Ihrem Hund zu Erbrechen, Durchfall und Fieber. Die Schleimhäute färben sich auffallend rot, das Blut wird ganz hell. Schließlich bekommt er Atemnot und Krämpfe - und wird immer schwächer.


Schokolade und Kakao

Der Inhaltsstoff "Theobromin" kann vom Hund nicht abgebaut werden. Er reichert sich immer weiter im Körper an und führt im Laufe der Jahre schließlich zu Vergiftungen. Enthalten ist der Stoff nicht nur im Kakao, sondern auch in Schokolade. Je höher der Kakaoanteil im Schokoladenartikel ist, desto höher auch der Theobromingehalt. Ein 10-15 kg schwerer Hund kann durch das Verspeisen von drei Tafeln Vollmilchschokolade oder einer Tafel Zartbitterschokolade sterben.

Die Vergiftung zeigt sich durch Durchfall und Erbrechen, später kommen Zittern, Krämpfe, Lähmungen der hinteren Gliedmaße sowie Bewusstseinsstörungen hinzu.

Danke an sxc.hu

Süssigkeiten

Die meisten lieben sie, doch sollten sie aufgrund des so hohen Zuckergehaltes nicht zur Ernährung der Hunde gehören. Die Spätfolgen sind nicht nur für den Hund unangenehm.

Süßstoffe, künstlich

Süßstoffe, wie Xylit und andere können dazu führen, dass es zu einem plötzlichen, lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels - und damit zu Leberversagen führen.

Trauben

Amerikanische und Britische Giftzentren warnen seit kurzem eindringlich davor, Hunden Weintrauben oder Rosinen zu geben. Gründe nannten sie noch nicht - ich werde dran bleiben und darüber berichten. 2010 gab es allein in Zürich drei Todesfälle. Die Hunde hatten nachweislich eine größere Menge an Traubentrester gefressen.


Danke an 1und1.de

Walnuss

Die reife Walnuss sowie deren braune, dicke Schale ist nicht giftig. Aber unreife Walnüsse und die dünnen Häutchen, die die Walnuss umschließen sind äußerst gefährlich. Sie sind häufig mit einem (für uns nicht sichtbaren) Pilz befallen, der einen mit Strychnin vergleichbaren Wirkstoff bildet. Der Hund ist stark gefährdet und könnte sterben.

Die reifen Walnüsse sind allerdings reich an Vitaminen (A, B-Komplex, C und E), Mineralstoffen (Eisen, Kalzium, Zink) pflanzlichem Eiweiß sowie ungesättigten Fettsäuren.

Zigaretten

Gerade junge Hunde erkunden die Welt und fressen alles, was sie aufnehmen können - unter Umständen auch Zigaretten oder Tabak. Die Vergiftung erfolgt recht schnell. Zunächst innere Erregung, danach Muskelzittern, Erbrechen, erhöhte Herz- und Atemfrequenz, Krämpfe, Bewegungsstörungen und Kreislaufkollaps. Schließlich Tod.

Zwiebeln

Zwiebeln sind wie auch Knoblauch giftig für Hunde. Das giftige N-Propyldisulfid zerstört die roten Blutkörperchen (s. Knoblauch). Dabei ist es gleich, ob Sie rohe oder gekochte Zwiebeln verfüttern.


fotopuzzle.de - Ihr persönliches Fotopuzzle