Der Hundefutter-Berater - Getreide im Hundefutter  Der Hundefutterberater

Getreide


Braucht Ihr Hund Getreide im Hundefutter?

Nun, kurz gesagt: Nicht unbedingt. Von Natur aus gab es wohl sehr selten die Gelegenheit für die Vorfahren unserer Haushunde, Getreide zu fressen. Wenn überhaupt, dann waren kleine Portionen davon im Magen seiner Beutetiere vorhanden.

Um so irritierender ist es, dass die meisten Hundefutter-Hersteller das Getreide an erste Stelle setzen:


  • Natürlich hat ein heutiger Hund wesentlich geringeren Bedarf an Proteinen als früher, zieht seine Energie hauptsächlich aus Fetten und Eiweiß, nicht unbedingt aus Kohlenhydraten,
  • Natürlich hat Getreide viele Kohlenhydrate und unverdauliche Ballaststoffe (hier als Zellulose, pflanzliche Zellwände) und ist damit hochsättigend,
  • Natürlich stehen die Begriffe "Getreide" und "Futtermittelunverträglichkeit" am häufigsten zusammen, gerade bei Weizen gibt es Schwierigkeiten, Auslöser ist meist das Kleber-Eiweiß "Gluten", das auch vielen Menschen Probleme bereitet,
  • Natürlich sind gerade die Vollkornprodukte sehr hochwertige Nahrungsmittel für Ihren Hund, die wertvolles Eiweiß sowie Vitamine und Mineralstoffe enthalten, wie zum Beispiel Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel oder Hirse,
  • Natürlich müssen Sie aus gesundheitlichen Gründen das Getreide bei folgenden Krankheiten weg lassen: Krebs, Epilepsie, Allergien, Gelenkerkrankungen u.v.m., und natürlich macht Getreide dick.
  • Schließlich und endlich ist Getreide einfach preiswert.
Danke an sxc.hu - Bild 1207763_92094010

Aus einem Hundeforum habe ich folgende Geschichte dazu erfahren - und sie klingt plausibel:

(...) ich hab ja eine Hündin aus Spanien aus einer Tötungsstation. Deswegen habe ich mich mit dieser Tötungsstations-Problematik ein wenig beschäftigt und dazu herumgelesen und auch gemailt mit einer Dame, die so eine Station leitet. Die Hunde dort bekommen zeitweise nur trockenes Brot, also Brot, das sonst weggeworfen würde. Brot, wie man es Pferden auch gibt, also trocken und knüppelhart. Natürlich ist das ungesund und furchtbar.
Aber die Hunde leben und stellen sich irgendwie auf so eine Ernährung ein. Deswegen bekommen dann solche Hunde, die "gerettet" wurden, und die dann vom Besitzer gleich das tollste Fleischfutter bekommen,
große Probleme mit der Verdauung. (...)


Fazit und Hoffnung

Eines fällt auf: Die Hundefutter-Sorten mit zum Teil mehr als 90% Getreideanteil sind nicht immer nur die billigen. In den letzten Jahren waren unglaublich viele Hersteller im mittleren und (leider viel zu viele) Futter-Hersteller im oberen Preissegment dabei.

In der unteren Preis-Ebene fanden wir bisher nicht einen Hersteller, der mehr Fleisch- anstelle von Getreideanteilen angeboten hat. Das Problem dabei: Zum einen geben deutsche Hundehalter mehr als das Dreifache für Hunde- anstelle für Babynahrung aus, zum anderen schreitet die Verarmung der Deutschen immer weiter fort. Sie müssen sparen, wo Sie können - und können sich ein hochwertiges Futter für ihre vierbeinigen Freunde nicht mehr leisten.

Ich bin gespannt, welcher Hundefutter-Hersteller der erste sein wird, der sich bei mir meldet - und mir endlich ein hochwertiges Hundefutter zeigt, das sich auch die Hundehalter der unteren Schichten leisten können.


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