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Wasserlösliche Vitamine


Wasserlösliche Vitamine

Der Hunde-Organismus kann die meisten Vitamine nicht selber herstellen, doch sind Vitamine für ihn wie auch für den Menschen extrem wichtig für die Gesundheit. Alle bekannten Vitamine: A, der B-Komplex, C, D, E und K erfüllen dabei verschiedene Aufgaben. Der Bedarf, also die notwendige Menge und Konzentration, ist natürlich je nach Lebensphase des Hundes (Welpe, mittlerem Alter oder Senior) sehr unterschiedlich und sollte dementsprechend gegeben werden.

Es gibt wasser- und fettlösliche Vitamine. Wenn die wasserlöslichen aus Versehen in zu großer Menge eingenommen werden, können sie dennoch nicht überdosiert werden. Sie werden einfach wieder aus dem Körper ausgeschwemmt und abgegeben. Fettlösliche Vitamine allerdings können Hunde in zu großer Menge aufnehmen und sie schädigen.

Wasserlösliche Vitamine sind auch in wasserhaltigen Nahrungsmitteln enthalten, wie zum Beispiel in Obst und Gemüse, in Fleisch, Getreide, Milch und Eiern. Doch sie sind sehr empfindlich gegen Hitze, Wasser, Luft, aber auch der Weiterverarbeitung. Frisch und roh sind sie am Gesündesten.


Danke an sxc.hu - Bild 559814_82429431Vitamin B1 (Thiamin)

  • spielt eine Hauptrolle im Stoffwechsel von Kohlenhydraten und ist daher besonders wichtig für die Nervenzellen, schützt die Nerven und Muskeln und steuert die Umwandlung von Kohlenhydraten und Fetten in Energie,
  • ist zum Beispiel vorhanden in Leber, Schweinefleisch, Gemüse und Eiern,
  • ist in Lebensmitteln in sehr geringen Mengen enthalten, doch der tägliche Bedarf von 20µg pro kg Körpergewicht ist dementsprechend auch sehr niedrig,
  • kann nicht gespeichert werden, daher ist häufig ein Vitamin B1-Mangel vorhanden. Der Hund wird müde und antriebslos, bekommt manchmal Durchfälle, Krämpfe, Lähmungserscheinungen bis im schlimmsten Falle sogar Herzmuskelstörungen,
  • Vitamin B1-Mangel zeigt sich manchmal auch durch das Fressen von Kot oder Aas.


Vitamin B2 (Riboflavin)

  • beeinflusst nicht nur den Energiestoffwechsel, sondern ist wichtig für das Sehvermögen Ihres Hundes,
  • ist hauptsächlich in Leber, Hefe, Milch und Eiern vorhanden,
  • benötigt der Hund mit täglich ca. 50µg je kg Körpergewicht,
  • Vitamin B2-Mangel schädigt die Schleimhäute, vor allen Dingen in Augen und Schnauze. Der Hund fühlt sich schwach, die Haut wird geschädigt, der Stoffwechsel anderer Vitamine wird beeinträchtigt.

Vitamin B3 (Nikotinsäure, Niacin)

  • kann vom Hund selbst hergestellt werden, wenn seine Kost ausgeglichen angeboten wird.
  • wird zum Teil in der Leber gespeichert, ist Teil aller Körperzellen. 
  • ist wichtig für den Stoffwechsel, auch für die Regeneration von Muskeln, Nerven, Haut und DNS.
    Es versorgt die roten Blutkörperchen mit dem so notwendigen Sauerstoff.
  • ist hauptsächlich in Fleisch, Fisch sowie in Getreide (Vollkorn) enthalten. Wie bei den meisten Nährstoffen, sind die tierischen Produkte besser verdaulich als die pflanzlichen.
  • benötigt der Hund täglich durchschnittlich mit ca. 200µg je kg Körpergewicht.
  • Vitamin B3-Mangelerscheinungen sind unter anderem Appetitlosigkeit, Hautveränderungen, Durchfall wie z.B. Entzündungen oder Geschwüre in der Mundhöhle bis hin zu schweren Nerven- oder sogar Herzschädigungen.
  • Vitamin B3-Überdosierung ist selten, kann aber zu Erbrechen und Hautreizungen führen.

 

Danke an sxc.hu - Bild 1393226_32820315Vitamin B5 (Pantothensäure)

  • ist meist an Mineralien gebunden,
  • ist wichtig für den Zell-Stoffwechsel und für die Verknüpfung verschiedener Hormone sowie der Vitamine A und D. Der Hund braucht es für die Pigmentierung seines Fells ebenso wie für die Entgiftung seines Körpers. Seine Schleimhäute werden vor Infektionen geschützt.
  • ist tatsächlich in allen Nahrungsmitteln vorhanden, doch nur in sehr geringer Menge. Trotzdem braucht der Hund täglich ca. 200µg pro kg seines Körpergewichtes.
  • Vitamin B5-Mangel zeigt sich in zunächst mit recht allgemeinen Anzeichen: Appetitlosigkeit, Infektionsanfälligkeit und stumpfes Fell. Unbehandelt folgen noch Nervenstörungen und schwere Anämie.
  • Vitamin B5-Überdosierung ist selten und zeigt sich meist in Verdauungsstörungen.

Vitamin B6 (Pyridoxin)

  • unterstützt den Körper dabei, die Proteine umzuwandeln
  • arbeitet mit an dem Nervensystem, der Immunabwehr, der Blutbildung sowie am Hormonhaushalt 
  • ist in allen Nahrungsmitteln vorhanden, aber ganz besonders in Fleisch, Fisch und Reis. Das tierische Vitamin ist dabei besser verdaulich
  • sollte dem Hund täglich mit etwa 20µg je kg Körpergewicht
  • Vitamin B6-Mangel ist selten, kann auch für kurze Zeit in den Muskeln gespeichert und wieder abgegeben werden. Anzeichen dafür sind allgemeine Immun- und Leistungsschwäche sowie die schon bekannten Schleimhautentzündungen. Folge: schlechte Mineralstoffverwertung, Nervenstörungen sowie Blutarmut.
  • Vitamin B6-Überversorgung ist noch seltener und zeigt sich mit Nervenschädigungen und Lähmungserscheinungen.

Vitamin B7 (Biotin)

  • wird - etwas irritierend - auch Vitamin H genannt. Fette und Proteine wandelt es im Bedarfsfall in Kohlenhydrate um und hält damit die Glukosewerte auf notwendiger Stufe. Ebenso baut dieses Vitamin Fettsäuren auf und ist wichtig für ein gesundes Hundefell.
  • ist in fast allen Nahrungsmitteln erhalten. Innereien und Molke sind besonders ergiebig.
  • zum einen kann es im Darm des Hundes produziert werden, zusätzlich sollte man täglich ca. 2µg je kg Körpergewicht des Hundes dem Futter zusetzen.
  • Vitamin B7-Mangel sind wieder Appetitlosigkeit und Antriebsschwäche genau so wie Probleme mit Haut und Haar.
  • Vitamin B7-Überversorgung ist sehr selten, doch wenn, dann kann es zu einer Störung des Insulinhaushaltes kommen.
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Vitamin B9 (Folsäure, BC)

  • ist äußerst wichtig für die Bildung von Gewebe und Zellen, ebenso für Blutkörperchen und Schleimhäuten. Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System werden unterstützt
  • ist vorhanden in Eiern, Leber und Hefe. Tierische Vitamine sind besser als pflanzliche
  • benötigt der Hund täglich mit nur ca. 4µg je kg Körpergewicht, da der benötigte Rest vom Hund selber hergestellt werden kann.
  • Vitamin B9-Mangel erkennt man erst recht spät, eventuell anhand der schlechteren Wundheilung oder Bildung von Blut oder auch mit Hilfe der Schleimhäute. Im Endeffekt kann daraus schwerwiegende Herz-Kreislauf-Krankheiten entstehen.
  • Vitamin B9-Überversorgungen sind sehr selten, die sich dann in Magen-Darm-Krankheiten äußern würden.

Vitamin B12 (Cobalamin)

  • ist ein komplizierter Stoff, der von Darmbakterien aufgebaut wird und enthält das anorganische Spurenelement Kobalt.
  • reguliert die Speicherung von Energie, hilft bei der Bildung der DNS und der Zellteilung sowie deren Wachstum. Es ist ebenso wichtig für die Nerven sowie die Verwertung von Eisen. Vitamin B12 hilft der Folsäure sich in seine wirksame Form zu verwandeln.
  • ist hauptsächlich in Fleisch und Milchprodukten enthalten, grundsätzlich nur in Nahrungsmmittel tierischen Ursprungs.
  • benötigt der Hund täglich mit nur 0,5µg je kg Körpergewicht, weil der Körper dieses Vitamin gut recyclen kann, indem Überreste wieder und wieder neu genutzt werden können.
  • Vitamin B12-Mangel wird meist sehr spät festgestellt, da die Symptome dem Folsäuremangel ähnlich ist, die Zellbildung des Nervensystems ist hauptsächlich gestört.

Vitamin C

  • ist ein wasserlösliches Vitamin und wird bei Überdosierung vom Körper ausgeschieden,
  • stärkt das Immunsystem, die Widerstandskraft des Körpers gegen viele Krankheiten oder Krankheitserreger,
  • unterstützt den Abbau von eventuell vorhandenen Schwermetallen im Körper des Hundes,
  • verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen aus dem Dünndarm und stärkt damit den Körper,
  • unterstützt die Herstellung von Kollagen, einem (Faser-)Bestandteil von Haut und Knochen, Zähnen, Knorpelgewebe und Blutgefässen und hilft beim Aufbau der Muskulatur durch die Bildung von Carnitin,
  • wird vom Hund selbst produziert und muss nur in Ausnahmefällen (schwere Krankheit, Operationen, Trächtigkeit, Wachstumsstörungen) vorübergehend zusätzlich gegeben werden.